16. Juni, 2020

Diesel-Skandal: Weitere Rückrufaktion bei Daimler

Der Fahrzeughersteller Daimler muss weitere 170.000 Diesel-Fahrzeuge zurückrufen. Grund dafür ist eine illegale Abgas-Vorrichtung. Betroffen sind ältere Modelle der Mercedes A- bis S-Klasse.

Bestehender Rückrufbescheid wird erweitert

Diesel-Fahrzeuge des Autoherstellers Daimler werden aufgrund des Vorwurfs einer illegalen Abgasmanipulation zurückgerufen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat aufgrund manipulativer Abgas-Vorrichtungen einen bereits bestehenden Rückrufbescheid für den Mercedes-Geländewagen GLK erweitert. Weltweit muss der Autohersteller Daimler deshalb rund 170.000 weitere Diesel-Fahrzeuge zurückrufen. In Deutschland sind rund 60.000 Fahrzeuge betroffen.

Hinweis: Um welche Fahrzeuge handelt es sich in dem Rückruf?

Laut einem Sprecher des Konzerns, sind die älteren Modelle der A-,B-,C-,E- und S-Klasse von Mercedes-Benz mit der Abgasnorm 5 betroffen. Seit Mitte 2014 werden die betroffenen Fahrzeuge nicht mehr produziert.

Daimler hält verwendete Technik für zulässig

Bereits im vergangenen Jahr wurde durch das Kraftfahrt-Bundesamt ein Rückrufbescheid erlassen. Dieser bezog sich auf den Geländewagen GLK. Dieser Bescheid wurde nun um weitere Baureihen ergänzt. Der Grund: Das Kraftfahrt-Bundesamt stuft die in den Fahrzeugen verwendetet Technik als illegale Abschalteinrichtung ein. Daimler hält diese für zulässig.

Hinweis: Daimler kündigt Widerspruch an

Laut Daimler kooperiere der Fahrzeughersteller weiterhin mit den Behörden. Gegen den Ergänzungsbescheid werde das Unternehmen jedoch Widerspruch einlegen.

Daimler hat weitere Rückrufaktion erwartet

Nachdem die GLK-Modelle im vergangenen Jahr zurückgerufen wurden, gab Daimler bereits an, dass die beanstandete Technik auch in vielen weiteren Modellen verwendet werde. Daher waren weitere Rückrufe für das Unternehmen zu erwarten und der Sachverhalt nicht neu.

Nach Angaben des Konzerns, wächst mit dem erweiterten Bescheid die Zahl der Fahrzeuge, die Daimler aufgrund des Vorwurfes zurückrufen musste beziehungsweise muss, auf mehr als 1,4 Millionen. In Deutschland sind es etwa 580.000 Fahrzeuge. Der Konzern hat im vergangenen Jahr aufgrund weltweiter Rückrufe sowie Verfahren im Zuge des Diesel-Skandals rund 1,6 Milliarden EUR zurückgestellt.

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